Befreiungsfeuer

Fackeln auf Reisen

Der Mai 2015 hat eine besondere Betrachtung durch das Ende des zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erfahren. Historische sieben Jahrzehnte sind nun vergangen, die Zeitzeugen werden weniger an der Zahl. Daher richtet sich der Blick nach vorne – in Richtung eines neuen Umgangs mit dem Kriegsende und der Suche nach einem gemeinsamen Umgang mit der Vergangenheit.

Erstmals passierte in diesem Jahr das niederländische „Befreiungsfeuer“ die Grenze nach Deutschland. Walter Johannes Smits und Eva Korn haben in Wageningen die Fackel der Befreiung mitentzündet und sie nach Hamminkeln, Wesel und Bocholt transportiert. In Wageningen, wo die Kapitulation der deutschen Truppen am 5. Mai 1945 beschlossen wurde, entzünden Gesandte ihre Fackeln an einem Befreiungsfeuer, das seit Mitternacht lodert. Gäste aus der Normandie und dem polnischen Auschwitz nehmen daran schon länger teil. Nun haben aber auch deutsche Fackelträger an diesem symbolischen Akt teilgenommen. Neben den beiden Botschaftern aus der Grenzregion zwischen Wageningen und Hamminkeln, trat auch eine Fackel ihren Weg ins 650 Kilometer entfernte Berlin an. Als Aktion des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst brachten zwei Fahrradfahrer das Friedensfeuer in vier Tagen in die deutsche Hauptstadt.

Dieser Akt ist von unschätzbarem Wert – für die künftige Entwicklung hin zu einem gemeinsamen Gedenken. Und für das gemeinsame Bewusstsein, Freiheit zu feiern und sie als hohes Gut zu bewahren.

Mehr zu Walter Johannes Smits und Eva Korn, die sich der Idee eines deutschen Befreiungstags verschrieben haben, lesen Sie hier: Artikel online auf „derwesten“

Über die Aktion des Deutsch-Russischen Museums in Karlshorst informieren Sie sich hier: ein deutscher Beitrag der Westfälischen Nachrichten und auf niederländisch des Telegraaf. 

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